Forum NRW 2026

Vom Sonntag, den 19.07. bis zum Freitagabend, den 24.07. fand in der CVJM Bildungsstätte auf der Bundeshöhe in Wuppertal das Forum NRW 2026 statt. Künstlerische Leiter waren Marijke Wiesenekker (Mandoline) und ihr Bruder Michiel Wiesenekker (Gitarre), unterstützt von den weiteren Dozenten Christopher Esch (Gitarre), Stéphanie Junio (Mandoline) und erstmals Marlene Mendler (Mandoline).

Entgegen der Tradition der vorherigen Jahre bedankten sich die Teilnehmer bei den Dozenten diesmal nicht zum Abschluss hin mit einem gemeinsamen Ständchen, sondern eröffneten das Seminar vielmehr direkt nach der üblichen Vorstellungsrunde mit einem Begrüßungslied aus der bewährten Feder von Birgit Rubart, um alle Teilnehmer gemeinsam auf ein wunderschönes Seminar einzustimmen – sehr zur Freude der Dozenten. Wie die Teilnehmer dies zuvor einstudiert hatten, blieb deren Geheimnis.

Direkt im Anschluss daran ging es bis zum Abendessen in den Einzelunterricht. Als Abendgestaltung folgte das Dozentenkonzert. In diesem gaben die Dozenten einen beeindrucken Einblick in ihr Können in den unterschiedlichsten Besetzungen. Sei es solistisch, im Duo, im Trio oder alle Dozenten gemeinsam im Quintett.

Der Folgetag hielt für die Teilnehmer neben ihrem Einzelunterricht sowie das Musizieren im Orchester und im Kammermusik-Ensemble oder dem Besuch des Folk-Sounds-Workshops von Michiel Wiesenekker und Marlene Mendler eine ganz besondere Überraschung bereit. Aus Markneukirchen im Vogtland reiste extra Frank Meinel von der Horst Wünsche Zupfinstrumenten KG mit seinem vollständigen Sortiment an Knorr-Mandolinen und -Mandolen an und präsentiert diese den Teilnehmern einschließlich eines Vortrages zu den jeweiligen Besonderheiten der Instrumente in einer gelungenen Ausstellung. Stéphanie Junio stellte die Instrumente sodann auch spielerisch vor. Anschließend hatte alle Interessierten die Möglichkeit, die Instrumente ausgiebig zu testen und Probe zu spielen. Dieses Angebot traf auf regen Zuspruch. Dass dabei bei dem ein oder anderem Teilnehmer gleich der Wunsch nach einem neuen Instrument aufkam, verwundert nicht.

In den Folgetagen konnten sich Interessierte zudem in einem Workshop dem Dirigat oder der Liedbegleitung widmen.

Dienstagabend stellten Marijke und Michiel Wiesenekker im Rahmen eines Vortrags verschiedenste Instrumente der Marke Fender vor: vom E-Bass über einen Telecaster und einem Stratocaster bis hin zu einem Mandocaster. Dabei erläuterten Sie für die Zuhörer die einzelnen Unterschiede zwischen den Instrumenten bzgl. ihrer jeweiligen Bauform und Spielweise und gaben jeweils auch einige Stücke auf den entsprechenden Instrumenten als Hörprobe zum Besten. – Eine beeindruckende Vielfalt und Wissenschaft für sich!

Mittwochnachmittag stand „Literatur schnuppern“ auf dem Programm. Maren Trekel hatte im Rahmen einer Noten- und Zubehörausstellung umfangreiches Equipment zur Verfügung gestellt. Aus diesem Sortiment konnten die Kursteilnehmer die für sie interessanten Noten auswählen und von den Dozenten gleich einmal vorspielen lassen. – Eine einmalige Gelegenheit um zu sehen bzw. zu hören, ob sich die Anschaffung eines neuen Stückes lohnt und ob dieses für den Laien auch spielbar ist.

Abends stand bereits das erste Teilnehmervorspiel auf dem Programm. Hier präsentierten die ersten mutigen Kursteilnehmer das bisher Einstudierte und Erlernte in den verschiedensten Formen und aus den verschiedensten Epochen zur Freude der übrigen Kursteilnehmer.

Sei es solistisch, im Duo oder im Trio. 

Auch außergewöhnliche Besetzungen wie etwa ein Duo mit Bluegrass-Mandolinen war diesmal dabei. – Eine echte Bereicherung! Nicht nur von der Auswahl des unterhaltsamen Vortragsstückes her, sondern auch von dem Klang dieser Instrumente. 

Den Abschluss dieses Vorspiels gestaltete schließlich das Kammermusik-Ensemble unter der Leitung von Stéphanie Junio.

Danach stand einem schönen Ausklang des Abends mit einer zünftigen Jamsession nichts mehr im Wege.

Der nächste Tag startete nach einem reichhaltigen Frühstück wieder wie üblich mit einer WakeUp-Runde an der frischen Luft verbunden mit einigen Lockerungs- und Konzentrationsübungen. Dabei machten einige Teilnehmer und Dozenten durchaus einen leicht verkaterten und übermüdeten Eindruck – ein klarer Beleg für einen gelungenen Abend zuvor!

Wer Lust und Laune hatte, konnte nach dem Einzelunterricht um die Mittagszeit herum auch einen von Marlene Mendler und Michiel Wiesenekker angebotenen Kurs über Improvisation oder über Dirigieren und Liedbegleitung besuchen. 

Nach der Kammermusik- uns Orchesterprobe ging es nach dem Abendessen in das nächste Vorspiel. Diesmal allerdings etwas umfangreicher und mit einer Pause versehen. Das Programm war diesmal mindestens genauso vielfältig und bunt wie am Abend zuvor und erstreckte sich über die diversesten Epochen, Titel, Besetzungen und Komponisten von Beethoven bis hin zu Bohemian Rhapsody von Queen. Damit war bei den Zuhörern eine sehr abwechslungsreiche Unterhaltung garantiert.

Kammermusik-Ensemble Marlene

Kammermusik-Ensemble Christopher

Und wer nach dem Vorspiel immer noch nicht genug hatte, konnte sich unter Marijkes Leitung dem jährlich immer wieder gern angenommenen Thema „Wie feile ich mir ein optimales Plektrum?“ widmen.

Am Freitag hieß es nach dem Frühstück und dem morgendlichen WakeUp-Call zunächst, die Zimmer zu räumen, bevor es in den Einzelunterricht ging. 

Auch an diesem Tag bestand wieder die Möglichkeit zum Besuch eines Kurses über Improvisation sowie zum Thema „Body-Percussion“ unter der Anleitung von Stéphanie Junio.

Nach der Orchesterprobe und dem Abendessen fand schließlich die Abschlussveranstaltung statt, zu der sich auch einige externe Besucher einfanden. Hier wurden schließlich die zuvor einstudierten Orchesterstücke nebst einigen kammermusikalischen und auch solistischen Beiträgen präsentiert.

Nach der Abschlussveranstaltung erhielten sodann nicht nur alle Teilnehmer ihre Teilnahmeurkunden, sondern die Dozenten im Gegenzug auch seitens der Teilnehmer kleine Präsente in Form von liebevoll gestalteten Preisen für ihre tolle und sympathische Dozententätigkeit.

Nach dieser wunderschönen Zeit machten sich die Teilnehmer schließlich (und überwiegend wohl mit einer Träne im Auge) auf dem Heimweg. Aber es ist leider, wie es ist: auch alles Schöne geht einmal zu Ende. 

Den Organisatoren und Dozenten sei an dieser Stelle jedenfalls ganz herzlich gedankt. Sie haben es wieder einmal geschafft, den Kursteilnehmern eine unbeschreiblich schöne Zeit zu bereiten, in der diese über mehrere Tage lang nur und ausschließlich ihrem schönen Hobby nachgehen konnten. – Dazu fehlt im Alltag leider viel zu oft die Zeit.

Abschlußfoto der Teilnehmer

Und ein kleiner Tipp zum Schluss: nach dem Forum ist vor dem Forum! Das nächste Forum wird (voraussichtlich) stattfinden von Samstag, den 17.07.2027, bis zum Donnerstag, den 22.07.2027. Also Termin schon einmal vormerken, auf die offizielle Ausschreibung warten und dann ganz schnell anmelden. Die Plätze sind regelmäßig schnell ausgebucht!

(Red.)