Ein außergewöhnlicher Start ins neue Jahr führte uns mit dem JZO NRW nicht in den Probenraum,
sondern in die Düsseldorfer Oper – zu Astor Piazzollas Tango Operita “María de Buenos Aires”.
Möglich gemacht hat das die Einladung der Jungen Oper am Rhein, denn der Abend war mehr als
nur ein Ausflug. Er war der Auftakt zu unserem eigenen Projekt “Maria de Düsseldorf”, das im Sommer in Kooperation mit der Jungen Oper am Rhein stattfinden wird.
Zwar hatten wir letztes Jahr schon zwei Stücke von Astor Piazzolla gespielt, doch was uns erwartete, konnte sich vorher noch niemand so richtig vorstellen. Neugierig trafen wir uns vor der Oper, wurden in den VIP-Bereich geführt, bekamen eine kurze Einführung im Foyer – und dann öffnete sich der Vorhang zu einer anderen Welt.
Die eigentliche Handlung ist schnell zusammengefasst: Maria zieht aus der Vorstadt nach Buenos Aires, verfällt dort dem Tango, endet als Prostituierte und wird schließlich ermordet. Doch auf der Bühne entstand daraus ein richtiges Gesamtkunstwerk. Leidenschaftliche Tänze, das Bandoneon live im Rampenlicht und pulsierende Tangorhythmen, die plötzlich auf Chorpassagen von Johann Sebastian Bach trafen – Realität und Traum verschwammen zu einer surrealen Folge von Szenen.
Gesungen und erzählt wurde auf Spanisch, doch dank Übertiteln konnten wir alles verstehen. Wobei: „Verstehen“ ist vielleicht das falsche Wort. Wie viele Marias standen da eigentlich gleichzeitig auf der Bühne? Wer war die echte, wer ihr Schatten? Gesprächsstoff, worüber wir in der Pause rätseln konnten, gab es auf jeden Fall genug.
Was bleibt, sind starke Bilder, ein beeindruckendes Tanztrio und “Yo soy María” als der Ohrwurm
der Titelheldin. Und als wäre das nicht schon genug gewesen, durften wir nach der Vorstellung noch hinter die Kulissen: auf die riesige Bühne, in den Orchestergraben und auf die Dachterrasse.
Ein Blick hinter die Opernwelt, den man so schnell nicht vergisst und ein Abend, der Lust auf mehrmacht: mit “Maria de Düsseldorf” im Sommer!
In der prächtigen Stadthalle in Mülheim an der Ruhr fand am 3. und 4. Oktober 2025 das Landesmusikfest des BDZ NRW in Verbindung mit den Mülheimer Zupfmusik-Festival und dem Jugend-Zupf-Treffen statt.
Die Mitglieder des vor Ort ansässigen Mülheimer Zupforchesters sorgten mit Unterstützung des Vorstandes des BDZ NRW für eine reibungslose Planung und Koordination, bei der keine Fragen offenblieben. Zwar wären teilweise weitere Räumlichkeiten zum Einspielen der jeweils teilnehmenden Orchester wünschenswert gewesen, um nicht auf umliegende Schulen ausweichen zu müssen, jedoch ließen die örtlichen Gegebenheiten diese Alternative leider nicht zu.
Im Vorfeld wurden Fragebögen an die teilnehmenden Orchester versendet und Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale der Teilnehmer abgefragt. Die dadurch gewonnen amüsanten Erkenntnisse flossen in sehr unterhaltsamer Form in die Moderation der durchweg gut besuchten einzelnen Konzerte ein – einige kleine Kostproben werden in diesem Bericht noch folgen.
Mark Stecken und Loreley Schenk führten das Publikum mittels eines jeweiligen Dialoges in charmanter Weise durch jedes einzelne Konzert und konnten dadurch auch die erforderlichen Umbauarbeiten auf der Bühne zwischen den Auftritten der einzelnen Orchester kurzweilig überbrücken.
Das Festival startete am 03.10. um 10:30 Uhr mit der Eröffnungs-Matinée, in der bereits die volle Bandbreite der Zupfmusik in Form von klassischer bis virtuos-zeitgenössischer Orchesterliteratur durch Jung und Alt dargeboten wurde.
Unter der Leitung von Michael Braun eröffnete das erst 2022 gegründete Jugend-Ensemble Lots of Strings das Konzert mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 10 Jahren und überzeugte die Zuhörer mit einer ausgewogenen und homogenen Aufführung mehrerer kurzen Werke: Let’s go forward von Pieter van der Staak, Bransle de Montirande von Michael Praetorius, arretiert durch Michael Esch, He’s a pirate von Klaus Badelt und Hans Zimmer, dem Englischen Tanz von Elke Tober-Vogtoder dem Stück The Wellerman, arretiert durch Juana Keinemann.
Der erfahrene und vielseitige Mandolinensolist und Musikpädagoge Iain Lennon bewies mit der Aufführung des von Jürg Kindle anspruchsvoll und zeitgenössisch komponierten Satzes Hephaistos (Anm.: Gott des Feuers, der Schmiedekunst und der Vulkane aus der griechischen Mythologie) aus dem Stück „Mandopolis“ – 12 Fantasien für Scordatura Mandoline, dass ein Instrument auch während des Spiels nahtlos und ohne Unterbrechung in eine andere Tonart umgestimmt werden kann.
Das Mülheimer Zupforchester unter der Leitung von Karsten Richter, der für den kurzfristig erkrankten Dirigenten Dominik Hackner einsprang, präsentierte mit einer perfekten Dynamik die in vielen Orchestern bekannte Münchner Residenzmusik von Rudolf Lück, gefühlvoll die Canzona und Fantasia von Marcel Wengler und sehr ausdrucksstark das Stück Antiche Danze ed Arie von Ottarino Respighi.
Das Wittener Mandolinen- und Gitarrenorchester 1929 unter der Leitung von Reinhard Busch schloß die Eröffnungs-Matinée ab mit dem
Trio D-Dur von Giovanni Battista Cedronio in einer Bearbeitung von Reiner Stutz – stilecht mit einem als Basso continuo eingesetztem Cembalo und einer fein akzentuierten Spielweise – gefolgt von dem stimmungsvollen und sowohl melodische als auch zeitgenössische sowie Jazz-Style-Passagen enthaltenden Stück Ceciliana von Claudio Mandonico.
Sowohl in der sich anschließenden Mittagspause als auch in den weiteren Pausen des Festivals konnten sich die Teilnehmer in der Cafeteria mit reichlich angebotenen Snacks und Getränken stärken – jeweils untermalt von den Schülerbands No Name, still unBEATable und Raining-Stardust.
Wie es sich für ein Zupfertreffen gehört, waren selbstverständlich auch der PAN-Verlag und der Joachim-Trekel Musikverlag mit ihrem umfangreichen Repertoire vertreten.
Für Zupfer immer wieder eine Freude, in den zahlreich angebotenen Noten und Zubehörartikeln zu stöbern und immer wieder etwas Neues zu entdecken. So konnten auch individuelle Fragen zum Niveau und zur Spielbarkeit beantwortet werden.
Beeindruckend ist auch immer wieder, welche Zubehörgegenstände mit Zupfmusik in Verbindung gebracht werden können. Sei es Pfannenwender in Gitarrenform, Backformen, Blöcke, Stifte, Socken oder was auch immer!
Bereichert wurde das Festival ebenso durch eine große Instrumentenausstellung, in der gleich die Instrumente von sage und schreiben acht (!) Instrumentenbauern begutachtet, probe gespielt und erworben werden konnten. Es waren vertreten:
– Gitarrenbau Markus Dietrich samt Mandolinen
– Mandolinenbau Elmar Geilen
– Gitarrenbauwerkstatt Hermann Gräfe
– Zupfinstrumentenbau Bruni Jacob
– Mérida Gitarren Musik Lenz
– Gitarrenbau Katharina Wolff
– Zupfinstrumentenbau KG Wünsche (Knorr-Mandolinen)
Auch der eigens eingerichtete Kinder- und Jugendbereich mit diversen Unterhaltsangeboten – geleitet von Lea Busch und Cedric Meysing – fand regen Zuspruch und für die Bastelangebote konnten sich selbst ältere, aber gleichwohl noch jung gebliebene Zupfer begeistern.
Am frühen Nachmittag konnten interessierte Festivalteilnehmer am von Iain Lennon geleiteten Mitmach-Workshop „Dirigieren für Anfänger“ teilnehmen und die ersten Grundlagen des Dirigats erfahren und sogleich am sehr gut auf das jeweilige Dirigat reagierende Versuchsorchester ausprobieren.
Dabei konnten die Teilnehmer erst in der Gruppe die ersten Bewegungen des Dirigats einstudieren und daran anschließend jeder einzelne alleine vor dem Versuchsorchester – schon eine ganz andere Herausforderung, so alleine vor einem Orchester zu stehen und den Taktstock zu schwingen!
Zur Eröffnung spielte das Gitarrenensemble der Musikschule Mülheim an der Ruhr unter der Leitung von Andrea Grüter.
Entgegen der Praxis in den vorherigen Proben schafften es diesmal sogar alle Spieler, mit Fußbank auf der Bühne zu erscheinen! Soweit also das Alleinstellungsmerkmal des Gitarrenensembles der Musikschule Mülheim an der Ruhr.
Die Gitarristen wussten sodann das Publikum zu begeistern mit Last Door Left von Jörn Michael Borner, mit Waiting For Love von Avicii (arr. Andrea Grüter) sowie mit Viva La Vida von Coldplay und dem abschließenden Gitmo-Rock von Friedrich Herweg.
Die Juniorzupfer der Mandolinenspielschar Myhl unter der Leitung von Valeria Henschke übernahmen mit einem Durchschnittsalter von 12 Jahren und einem Gesamtgewicht unterhalb von 500 kg.
Dieses musikalische Leichtgewicht präsentierte dann aber sehr souverän den 2. Satz (Andante) aus dem Konzert G-Dur (RV 532) für zwei Mandolinen und Orchester von Antonio Vivaldi (bearb.: Rob von Teseling) und schlug mit Comptine d’un Autre été von Yann Thiersen und Nessaja von Peter Maffay (bearb.: Rainer Dettmer) den Bogen zur Unterhaltungsmusik.
Abschließend glänzten die Juniorzupfer mit Bille Jean von Michael Jackson (bearb.: Rainer Dettmer) unter Einsatz eines eBasses nebst Percussion und einer im Michael-Jackson-Outfit stilgerecht verkleideten und agierenden Dirigentin.
Den Abschluss dieses Konzertes bildet die Mandolinenspielschar Myhl unter der Leitung von MartinWallraven.
Als Alleinstellungsmerkmal konnten die Musiker zwar weder mit ihrem Durchschnittsalter von 48 Jahren noch mit ihrer Durchschnittsgröße von 1,78 m punkten, wohl aber mit ihrem Vereinsnamen. In der Zupfmusikszene gibt es eine Vielzahl von Orchestern oder Ensembles, aber die Vereinigung unter der Bezeichnung „Spielschar“ dürfte ihresgleichen suchen.
Dass alte bekannte Ouvertüren mit ihren schönen elegischen Tremolopassagen und brillanten und perlenden Läufen quer durch alle Stimmen nach wie vor ihre Existenzberechtigung in der Orchesterliteratur haben, zeigten die Musiker eindrucksvoll und harmonisch mit L’étoile du Bonheur von Guiseppe Frendo. Mit starken Einlagen der Percussionisten ging es dann modern weiter mit Viva la vida von Coldplay (arr.. Martin Wallraven).
Den Schlußpunkt des Konzertes sollte die sowohl einfühlsame als auch fetzige Evergreen-Ballade Music (… was my first love) von John Miles (arr.: Ingo Brzoska) bilden. Doch angesichts einer überaus gelungenen Darbietung entließ das Publikum die Spielschar nicht ohne eine Zugabe: einem Auszug aus Pirates of Zimmer von Hans Zimmer (bearb. Valdo Preema), allen bekannt aus dem Kinofilm „Fluch der Karibik“.
Nach der Kaffeepause zeigte Iain Lennon zahlreichen Teilnehmern des Mitmach-Workshops „Freies Spiel und Improvisieren“ entsprechende Grundlagen und dafür erforderliche und/oder nützliche Spieltechniken.
Das abendliche Festkonzert ab 19 Uhr begann zunächst mit einem schönen und netten Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Mülheim, Marc Buchholz, sowie der Festivalleitung, bestehend aus Karsten Richter als Präsident des BDZ NRW und der sichtlich emotional bewegten Silke Schenk als Vorsitzende des Mülheimer Zupforchesters.
Die Eröffnung des Festkonzerts übernahm das Mülheimer Zupforchester – wieder vertretungsweise unter der souveränen Leitung von Karsten Richter und mit einer „Gesamt-Fußlänge“ von 14,7 m als Alleinstellungsmerkmal. Noch gut aufgewärmt und aufeinander eingespielt von dem morgendlichen Auftritt ging es in beeindruckender Weise los mit Canarios, einer Komposition von Keith David Harris frei nach Gaspar Sanz, gefolgt von der tollen melodiösen und mit markanten rhythmischen und zeitgenössischen Effekten überzeugenden Uraufführung Molecular Miniatures op. 75 für Zupforchester von Dominik Hackner – einer klaren Empfehlung für die künftige Orchesterliteratur in der Zupferszene!
Beim anschließenden Concerto capriccioso für Solo-Mandoline und Zupforchester von Herbert Baumann glänzte die Solistin Antonia Platzdasch mit sauberem und klarem, allerdings auch recht bravem Spiel. Letzteres war augenscheinlich auf den krankheitsbedingten Ausfall von Dominik Hackner als ursprünglich vorgesehener Dirigent und dem auf Sicherheit bedachten Vertretungsdirigat zurückzuführen. Mit ihrem glasklar perlenden Spiel zeigte Antonia Platzdasch jedoch, dass auch das über Jahrzehnte in der Orchesterliteratur vorhandene Solokonzert von Herbert Baumann immer wieder seine Existenzberechtigung hat und eine solistische Bereicherung eines jeden Konzertes ist: solistisch virtuos, moderat modern und immer wieder schön und eingängig zu hören!
Es folgte das Gitarrenensemble Rheine unter der Leitung von Anja Korthaneberg mit der akuraten und ausgewogenen Canzona (seconda) von Giovanni Gabrieli (bearb.: Ingo Brzoska), dem gefühlvollen Rosinkes met Mandelen von Abraham Goldfaden (bearb.: Ingo Brzoska) und dem Cantabile von Edson Lops mit einem schönen sonorigen Klang dank des Einsatzes einer Bassgitarre. Träumend schön ging es weiter mit Nebulae von Olga Amelkina-Vera und endete schwingend mit dem Walzer Nr. 2 von Dmitri Schostakowitsch.
Den Abschluss des freitagabendlichen Festkonzertes bildete eine Kooperation des LandesZupfOrchesters Nordrhein-Westfalen „fidium concentus“ mit dem ZupfOrchester Rheinland-Pfalz unter der Leitung von José Antonio Zambrano Rivas.
Das Gemeinschaftsorchester startete schwungvoll und in technischer Perfektion mit dem Danse Macabre von Camille Saint-Saents (bearb. Christopher Grafschmidt) und zeigte auch in den Sätzen Hymne au Village Célesteund Dénouement aus A Baker’s Tale von Davis Jason Snow, wie synchron einzelne Stimmen in einem großen Orchester spielen können.
Nach dem themenreichen und bewegten Azúcar von José Antonio Zambrano Rivas griff der Komponist und musikalische Leiter des Gemeinschaftsorchester zu einer das Orchester begleitende venezolanischen Cuatro und beschloss das Festivalkonzert mit dem traditionellen und von ihm bearbeiteten Stück La Bikina mit südamerikanischem und temperamentvollem Flair. Kein Wunder, dass die beiden Orchester nicht ohne Zugabe in den ausklingenden Abend entlassen wurden.
Der Samstag, der 04.10.2024, startete als zweiter Festivaltag mit der bereits vom Vortag bekannt charmanten Moderation von Mark Stecken und Loreley Schenk und dem Konzert „Song And Dances“.
Die 6 Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren des Kinder-Zupfensembles der Folkwangmusikschule Essen unter der Leitung von Peter Jonen starteten das morgendliche Eröffnungskonzert mit einem bunten Blumenstrauß bekannter und moderner Stücke – überzeugend und mit voller Konzentration dargeboten:
We will rock you von Brain May, Cornflakes von Marco Schmidt, Get that Jazz von Felix Janosa, Hejo spann den Wagen an (trad.) mit schöner wohlklingender Tonbildung und jedem aus dem Film „Madagascar“ bekannten und dort von King Julien gesungenen I like to move it von Erick Morillo.
Ein gelungener Auftritt des Kinder-Zupfensembles mit eingängigen und schönen Stücken!
Das Mandolinenorchester „Harmonie“Dinslaken-Barmingholten mit „gesellig ambitionierten“ Spielern zwischen 15 und 88 (!) Jahren unter der bekannt-bewährten Leitung von Michael Jakob führte den Faden der „Gute-Laune-Musik“ nahtlos weiter mit Celtic fairies von Bruno Szordikowski und bot die einzelnen Sätze frisch bewegt und mit überzeugender Spielfreude dar. Diese leitete nahtlos über in die Danza Luisa von Bernd Steinmann mit einer darin enthaltenen flotten Rumba, einer elegischen Concionetta und einem mit grollendem Bass einleitenden temperamentvollen spanischen Vals. Dem Drängen der zahlreichen Zuhörer nach einer Zugabe kamen die Musiker mit dem traditionellen und von Michael Jakob arretiertem Bella Ciao gerne nach.
Das SeniorenZupforchester NRW (SZO) „altra volta“ unter der Leitung von Maxim Lysov leitete mit Entree und Springtanz von Michael Praetorius (bearb.: M. & M.A. Wiesenekker) schwungvoll über in das besinnliche und sehnsuchtsvolle Ständchen (Serenade) D 957 Nr. 4 von Franz Schubert (bearb.: Valdo Preema). Mit dem wunderschönen romantischen und zum Träumen verleitenden Walzer Yurubi von José Antonio Zambrano Rivas ging es weiter zu den Sätzen Andante Melanconico und dem schwungvollen Allegro con brio aus dem zur Jahreszeit passenden Indian Summer von Klaus Schindler.
Und natürlich – wer das SZO „altra volta“ bereits mehrfach gesehen und gehört hatte und die unverkennbaren Anzeichen wie etwa die kaktusgrünen Notenmappen und die individuellen Anstecker an den Revers der einzelnen Spieler zu deuten wusste – verabschiedete sich das SZO mit „seinem“ Evergreen:
Mein kleiner grüner Kaktus von Max Raabe, gespielt vom SZO und gesungen von Maxim Lysov!
Nach der Mittagspause bot der Info-Workshop: ZupfZauber ist keine Zauberei vom Mülheimer Zupforchester interessante Anregungen zur Nachwuchsgewinnung über ein städtisches Ferienportal. Die Dozentinnen Stefanie Hackner und Monika Oesterwind referieren aus eigener Erfahrung,
wie ein solcher Kinderferienworkshop gestaltet und den Kindern Freude an der Zupfmusik vermittelt werden kann, damit diese auch weiterhin in einem Unterricht oder in einer Gruppe musizieren wollen. Das A und O jedes Orchesters, das auf Nachwuchs bedacht ist!
Auch Jeanette Mozos del Campo bot mit ihrem sich anschließenden Info-Workshop „Wie finden wir Nachwuchs für unser Orchester?“ interessante Ansätze, wie und wo sich Aufmerksamkeit für Zupfinstrumente erzeugen lässt, wie sich Kontakt zu den Eltern potentieller Schüler herstellen lässt wie etwa über einen Tag der offenen Tür oder über verschiedene Konzert-Modelle, wie man solche Maßnahmen angeht und wie und wo man Hilfe und Unterstützung erhalten kann.
In dem Nachmittagskonzert „Händel, Debussy und Glass“ ging es dann schwerpunktmäßig um barocke bis moderne Musik:
Das Mandolinen-Orchester Rurtal 1928 Jülich-Koslar e.V. unter der Leitung ihrer jungen, aber überaus überzeugenden und souveränen Dirigentin Anna Burova startete akzentuiert und präzise mit Battalia von Heinrich Ignaz Biber. Bei dem folgenden anspruchsvollen Gollywog’s Cakewalk von Claude Debussy vermochte die Dirigentin die einzelnen Stimmen im perfekten Gegensatz zueinander in Szene zu setzen. Danach interpretierten die Zupfer die Melodiebögen in dem Stück Tanti Anni Prima von Astor Piazolla auf wunderschöne Art und Weise und verabschiedeten sich temperamentvoll mit der Danza Cubana von Dominick Hackner.
Das seit Februar 2025 wiederbelebte und mit einem Durchschnittsalter von 12,7 Jahren sehr junge Juniorzupforchester NRW unter der Leitung von Peter Jonen bot bereits bei seinem Auftritt mit rd. 30 Spielern und sage und schreibe 3 Kontrabässen einen imposanten Anblick.
Das Alleinstellungsmerkmal dieses Orchesters: rund 1/3 seiner Spieler kann mit den Ohren wackeln!
Von einem Wackeln in musikalischer Hinsicht war allerdings weder bei dem ersten Stück Klangfarben von Franziska Henke noch bei dem folgenden romantischen Kassiopeia von Urmas Sisak rein gar nichts zu spüren. Das Orchester folgte exakt und homogen den Anweisungen des Dirigenten.
Auch das Allegretto con moto aus dem Indian Summer von Klaus Schindler präsentierten die jungen Zupfer souverän und verabschiedeten sich mit einer überzeugenden und manchen Erwachsenenorchestern in nichts nachstehender Aufführung des Inspector Clouseau Theme von Henry Mancini (bearb.: Robert Longfeld).
Kompliment an dieses junge und große Orchester für den ersten Auftritt nach sehr langer Zeit in völlig neuer Besetzung! Das macht Lust auf mehr!
Das BezirksZupfOrchester Dortmund unter der Leitung von Reinhard Busch und Saily Schulte-Maredo trat sodann nicht in der klassischen Orchesterform auf, sondern in einem einzigen Halbkreis und die einzelnen Stimmen auch noch jeweils etwas voneinander räumlich getrennt. Eine für kleinere Orchester und Ensembles interessante und durchaus empfehlenswerte Auftrittsvariante, bei der die einzelnen Stimmen sehr gut zur Geltung kommen. Davon konnten sich die Zuhörer bei der sehr sauberen und facettenreichen Interpretation des Concerto a più isttrumenti, op. VI, 4 von Evaristo Felice Dall’Abaco (bearb.: Reinhard Busch) durchaus überzeugen. Ebenso wurden die Sätze Polka… miseria!, La Ballata degli spilli und Quadriglia diabolica aus der anspruchsvollen Suite Immaginaria von Gianluca Fortino energisch und mit feiner Spieltechnik dargeboten. Ein exzellenter Abschluss und Höhepunkt des Nachmittagskonzerts!
Das nach der Kaffeepause stattfindende Festival-Projektorchester sollte ursprünglich von Dominik Hackner geleitet werden. Aufgrund dessen kurzfristiger Erkrankung übernahm Maxim Lysov stellvertretend die Leitung. Die zahlreichen aus den verschiedensten Orchestern kommenden Teilnehmer konnten sich die aufgelegten Noten bereits zu Hause dank eines Links auf der Festivalhomepage herunterladen, zu Hause ausdrucken und vorab bereits anschauen. In der öffentlichen als Workshop ausgestalteten Probe führte Maxim Lysov diese Bemühungen bei dem lebhaften El Fuego Brillante op. 70 von Dominik Hackner rasch und gekonnt mit genauen Vorstellungen einzelner Passagen zusammen.
Durch das folgende und aus mehreren Sätzen bestehende Stück Hellas von Aris Alexandros Blettenberg mit seinen teilweisen ungewohnten Rhythmen und Taktarten wusste sich der Dirigent gut zu retten und überzeugte die Teilnehmer dank seines professionellen Dirigats, dass auch der letzte Satz eines Stückes dann zu Ende ist, wenn er es mit dem Taktstock angibt – auch wenn sich auf der letzten hinteren Seite der Partitur – vom Dirigenten zum Amüsement der Orchesterteilnehmer nicht bemerkt – noch ein Finale befindet. Nach allgemeiner Heiterkeit und das Finale natürlich nachholend entließ Maxim Lysov die Teilnehmer schließlich mit der Rêverie de Poète von Giuseppe Manente (bearb. Dominik Hackner) in die weitere Verschnaufpause vor dem abendlichen Abschlusskonzert.
Im abendlichen Festival-Abschlusskonzert startete das JugendZupfOrchester NRW unter der Leitung von Luke Pan mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren und mit dem recht langen Orchesterquartett in F-Dur von Carl Stamitz (bearb.: Marga Wilden-Hüsgen) – nicht zu verwechseln mit dem in vielen Orchestern altbekannten Orchesterquartett in C-Dur von Stamitz. Das JZO präsentierte das Stück über alle Sätze hinweg mit erfrischender Klarheit und einer perfekten Spielweise.
Einfühlsam und dem musikalisch hohen Niveau des JZO eher entsprechend folgten mit viel Spielfreude die Rumänischen Volkstänze von Béla Bartók.
Das aus den Niederlanden angereiste Mandoline-Ensemble „The Strings“ unter der Leitung von Annemie Hermans wusste zunächst mit virtuosen Solo-Passagen der langjährigen Konzertmeisterin Annemie Hermans im Quartetto la maggiore von Francesco G. Giuliani (bearb.: Marga Wilden-Hüsgen) zu überzeugen. Leicht melancholisch und mit einem schön gestrichenem Kontrabaß sowie mit akzentuierten Mandola- und Gitarrenpassagen ging es mit Petite promenade à Marseille von Francesco Civitareale auf einen kleinen Spaziergang durch die verschiedenen Stadtviertel von Marseille mit ihren jeweiligen kulturellen Besonderheiten. Dem sich anschließenden sehr anspruchsvollen und sehr zeitgenössischem, gleichwohl gekonnt dargebotenen Werk Sadoc von Juan Carlos Munoz hätte eine Erläuterung für die Zuhörer zum besseren Verständnis gutgetan.
Den Abschluss des Konzerts bildete das Grenzland-Zupforchester Aachen unter der Leitung von Josef Wieland mit dem die künftige Orchesterliteratur sicherlich bereichernden und von David Laheurte komponiertenMandoline Project – Romance métallique mit besinnlichen und fetzigen Momenten. Nach dem geheimnisvollen Remember the Forgotten von Franziska Henke endete das Konzert schließlich mit dem wunderschönen und abwechslungsreichen, aber anspruchsvollen Stück Daintree von Richard Charlton, das den Daintree-River im gleichnamigen Nationalpark in North Queensland in Australien eindrucksvoll beschreibt.
Damit ging das Landesmusikfest des BDZ NRW in Verbindung mit dem Mülheimer Zupffestival 2025 und dem Jugend-Zupf-Treffen leider schon dem Ende zu. Nach einem vergnüglichen Ausklagen wünschte sich manch einer, dass das Festival durchaus noch einige Tage hätte dauern können – so beeindruckt von der Vielzahl der tollen Orchester, den netten und sympathischen Menschen, denen man in der Zupferszene wieder einmal begegnen durfte, dem ganzen Drumherum mit schönen Instrumenten, vielen Noten samt Zubehör und vielen Gelegenheiten, alte Bekanntschaften wieder aufzufrischen oder neue zu knüpfen.
Allen Beteiligten, die dieses Musikfest zu einem besonderen Erfolg haben werden lassen, gleich ob vor oder hinter den Kulissen, sei herzlich gedankt!
Ein ganz besonders großer Dank gilt den Mitgliedern des vor Ort ansässigen Mülheimer Zupforchester, die keine Mühen und keinen zeitlichen Aufwand gescheut haben, das Festival zu einem besonderen Event werden zu lassen.
Dieses großartige Ereignis wird noch lange in Erinnerung bleiben und lässt viel Vorfreude auf das nächste „Groß-Event“ in Sachen Zupfmusik aufkommen: dem „BDZ eurofestival zupfmusik 2026“ vom 14. Mai bis zum 17. Mai 2026 in Bruchsal.
Vom 18. bis zum 23. August 2025 fand unsere Sommerarbeitsphase im Haus Altenberg statt. Nach unserer letzten Begegnung im April war die Freude groß, sich endlich wieder als Orchester zu sehen. Kaum angekommen, ging es auch schon direkt an die Proben. Die Motivation war bei allen spürbar hoch, und die hervorragende Verpflegung in der Unterkunft sorgte dafür, dass es uns während der intensiven Arbeitswoche an nichts fehlte.
Die Probenarbeit war sehr vielfältig. Neben Tuttiproben, in denen das gesamte Orchester zusammenspielte, gab es auch Stimmproben, bei denen sich die Musikerinnen und Musiker der einzelnen Instrumente trafen, um anspruchsvolle Passagen gezielt zu erarbeiten. Darüber hinaus wurde in Kleingruppen mit unterschiedlichen Instrumenten geprobt, was half, die Klangbalance und die Interpretation der Stücke weiter zu verfeinern. Unser Repertoire war dabei äußerst abwechslungsreich und umfasste Werke von Komponisten aus über 300 Jahren Musikgeschichte – von 1714 bis in die Gegenwart.
Ein besonderes Highlight war der Donnerstagabend, an dem wir bei gemütlicher Atmosphäre gemeinsam Stockbrot machten und den Tag entspannt ausklingen ließen.
Den krönenden Abschluss bildete schließlich unser Konzert im Altenberger Dom am Samstag. Das imposante Ambiente und die begeisterte Resonanz des Publikums machten diesen Auftritt zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns alle.
Mit Mandolinen, Mandola, Gitarren, Kontrabass und unter der Leitung unseres Dirigenten Luke Pan sowie dank der perfekten Organisation durch Kristin Ebner bot das Jugendzupforchester NRW eine Woche voller Musik, Gemeinschaft und Inspiration – ein Sommererlebnis, das uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
Anm. der Red.: Ein weiterer (sehr lesenswerter!) Bericht über das Konzert des JZO im Altenberger Dom findet sich auf den Seiten des Landesmusikrats NRW unter:
Das Forum NRW 2025 fand dieses Jahr vom Montag, den 21.07. bis zum Freitag, den 25.07. wieder in der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe in Wuppertal statt. Für alle Teilnehmer, die bereits in der Vergangenheit einmal an dem Kurs teilgenommen haben, bekanntermaßen ein Ort, wie er besser für eine musikalische Woche nicht sein kann. Schöne Zimmer, ausreichend Seminar- und Gruppenräume und eine Verpflegung, die kaum Wünsche offenlässt.
Die musikalische Leitung des bis auf den letzten Platz besetzten Seminars hatte wie in den Vorjahren Marijke Wiesenekker (Mandoline) inne. Als weitere Dozenten fungierten Maxim Lysov (Gitarre), Michiel Wiesenekker (Gitarre), Olivia Artner (Mandoline) und Stéphanie Junio (Mandoline). Die Teilnehmer kamen dieses Jahr nicht nur aus NRW, sondern auch aus Thüringen, Hamburg und sogar aus Wien.
Gleich zu Seminarbeginn stellten sich die Dozenten den Teilnehmern nicht nur persönlich, sondern auch musikalisch vor und gaben eine Kostprobe ihres Könnens. So wurden bei der Präsentation bereits zahlreiche Genres bedient, die einen Vorgeschmack auf die musikalische Vielfältigkeit der kommenden Tage geben sollten. Sei es in Form von romantischer melancholischer oder heiterer Musik (vorgetragen von Marijke und Michiel Wiesenekker), klassische und barocke Spielweisen (vorgetragen von Olivia Artner und Stéphanie Junio) oder spanisch-andalusische Virtuosität (vorgetragen von Maxim Lysov). Dass die Zuhörer sich aber auch auf flotten Blue Grass und Gypsy-Swing einstellen konnten, vermittelten die Dozenten schließlich auch als Quintett.
Quintessens dieser musikalischen Vorstellung: das Forum NRW ist für alle Musikstile offen!
Gleich nach der Vorstellung ging es auch zügig in den jeweiligen Einzelunterricht sowie in die Kammermusik-Ensembles oder in die Orchesterprobe als erste Abendgestaltung.
Wer wollte, konnte in den kommenden Tagen gleichfalls noch in einem der weiteren Workshops in die Grundlagen des Dirigats, des Akkordspiels, der Liedbegleitung oder der Folk-Mandolinen-Musik eingewiesen werden. Diese Kombination verschiedener musikalischer Angebote sollte auch den Ablauf der nächsten Tage bestimmen.
Als zweite Abendgestaltung erwartete die Teilnehmer ein lockerer Mando- und Guitar-Talk, in dem seitens der Dozenten alle Fragen der Teilnehmer wie etwa nach Instrumentenpflege, Pflege des Plektrums, Häufigkeit und Form des Saitenwechsels und Notenscanner-Apps beantwortet werden konnten.
Stéphanie Junio zeigt den Teilnehmern eine einfache und schnelle Art, Saiten aufzuziehen
Bereits am dritten Abend wagten sich die ersten Mutigen an ihr erstes Vorspiel, sei es als Solo, Duo oder Trio mit Percussion. Bereits hier wurde wie in der musikalischen Vorstellung der Dozenten ein breites Spektrum der Mandolinen- und Gitarrenliteratur präsentiert: von Mozart-Variationen oder Bach-Fugen für Gitarre, Menuette, neuere Duos wie etwa die von Maria Linnemann oder auch südamerikanische Klänge für Mandoline, Mandola Percussion.
Die Teilnehmer des von Maxim Lysov geleiteten Workshops „Liedbegleitung“ konnten an diesem Abend mit La Cucaracha auch bereits ihr erstes einstudiertes Stück wirkungsvoll präsentieren.
Danach stand einem gemütlichen Ausklang des Abends bei einer freien Session bis in die späten Abendstunden nichts mehr im Wege.
Das abendliche Vorspiel des Folgetages gestaltete sich schon deutlich umfangreicher und begann zur Überraschung der Teilnehmer mit einem überaus ansprechenden Trompeten-Solo des Enkels einer der Teilnehmerinnen.
Michiel Wiesenekker als Gitarrist und Thomas Lausberg als Percussionist unterlegten das Trompetensolo mit einer spontanen und passenden Begleitung.
Sodann konnten auch alle weiteren Teilnehmer ihre Erfolge auf der Mandoline, der Gitarre und der Barockmandoline unter großem Beifall der übrigen Teilnehmer präsentieren.
Während Marijke Wiesenekker mit ihrer Technik-Gruppe eine beeindruckende Rhythmus-Choreographie präsentierte, gab Michiel Wiesenekker mit seinem Kammermusik-Ensemble den Lonesome Moonlight Waltzvon Bill Monroe zum Besten.
Maxim-Lysov führte mit seinem Kammermusik-Ensemble Put your hat on von Klaus Schindler auf.
Den Abschluss des Abends bildete das Kammermusik-Ensemble von Marijke Wiesenekker mit Recuerdos de Alhambra.
Beim morgendlichen Wake-up-call am nächsten Tag steckte vielen Teilnehmern noch eine allzu kurze Nacht in den Gliedern.
Aber auch der letzte Tag des Seminars bot noch einiges an Programm: Einzelunterricht, Liedbegleitung, Dirigat, Evergreens, Kammermusik-Ensemble- und Orchesterprobe.
Nach einem gemeinsamen Abendessen startete die abendliche Abschlusspräsentation: das Kammermusik-Ensemble von Olivia Artner führte zur Eröffnung die Novelletta op. 95 von Raffaele Calace auf. Anschließend gestaltete das aus allen Teilnehmern bestehende Seminar-Orchester den weiteren Vortrag, jeweils unter Leitung eines der Dozenten:
Maxim Lyso eröffnete den Orchesterpart mit den ersten beiden Sätzen von Indian Summer von Klaus Schindler, gefolgt von dem ersten Satz (Allegro) des Concerto in e minor von Giuseppe Antonio Brescianelloin einer Bearbeitung von Eckehart M. Fritsch für Violine und Zupforchester. Bei diesem Stück konnte Teilnehmer Sebastian eindrucksvoll belegen, dass er nicht nur Mandoline und Barockmandoline spielen kann, sondern auch hervorragend Violine. Olivia Artner wählte für die Abschlussveranstaltung den von ihr eingerichteten Jitterbug Waltz von Thomas „Fats“ Waller. Stéphanie Junio wusste mit dem von ihr einstudierten Stück Kassiopeia von Urmas Sisak in einer eindrucksvollen Dynamik zu überzeugen.
Den Abschluss der Präsentation bildete schließlich die von Marijke & Michiel Wiesenekkergeleitete und eingerichtete Marranzanu-Tarantella.
Für alle Teilnehmer ging damit eine wunderschöne Woche zu Ende. Eine ganze Woche Zupfmusik, Begegnung mit Gleichgesinnten, Austausch zahlreicher Tipps und Erfahrungen, das Kennenlernen neuer Techniken und Stücke. Und das alles unter einer Leitung, die auf jeden einzelnen Teilnehmer entsprechend seinen Wünschen und Fähigkeiten einzugehen wusste. Eine erfolgreiche Veranstaltung, die sowohl den Dozenten als auch den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Bericht: Jeanette Mozos Del Campo (auch Fotos)& Antonia Platzdasch
Am 2. Juni besuchten der Instrumentenbauer Steffen Meinel und sein Team die Mandolinenklasse der Musikhochschule Wuppertal.
Auch externe Gäste waren willkommen und nutzten die Gelegenheit, seine Schüler-, Orchester- und Konzertmandolinen sowie Mandolen zu testen.
Zunächst gab Steffen Meinel eine kurze Einführung in seinen Werdegang:
Für Horst Wünsche, Zupfinstrumentenbau KG in Marktneukirchen baut dieser nicht nur Zithern und Hackbretter, er hat zudem bei Klaus Knorr Mandolinenbau erlernt und schließlich dessen Nachfolgeangetreten. Zur Anschauung hatte das Team neben zahlreichen Instrumenten auch Hölzer, Mandolinenhälse und Korpusse mitgebracht.
Total spannend, die Rohbauten bekommen wir als SpielerInnen normalerweise nicht zu Gesicht!
Nach einigen interessanten Erläuterungen durften die Instrumente ausprobiert werden – hierbei testeten Caterina Lichtenberg und ihre Studierenden nacheinander die unterschiedlichen Klang- und Spieleigenschaften der Konzertmandolinen.
Durch unterschiedliche Hölzer hat jedes Instrument seinen eigenen Klang. Steffen Meinel ist es wichtig, seine Mandolinen und Mandolen weiterzuentwickeln und hat nun neben baulichen Verbesserungen auch mit neuen Hölzern experimentiert.
So konnten Mandolinen gespielt werden, die aus Hölzern wie Wenge, Akazie, Apfel und natürlich auch aus dem traditionellen Ahorn und Palisander gefertigt wurden.
Es war für alle Besucherinnen und Besucher ein sehr interessanter Nachmittag.
Am 21. April ging es für uns nach der langen Winterpause endlich wieder los. Gemeinsam mit unserem neuen Dirigenten, Luke Pan, und unserer neuen Projektleitung, Kristin Ebner, machten wir uns am Ostermontag auf den Weg nach Montepulciano.
Nach zwei vorherigen Probentagen in Duisburg war die Vorfreude umso größer, als es endlich hieß: „Italien, wir kommen!“
Bei strahlendem Sonnenschein kamen wir am Dienstagmorgen glücklich, wenn auch etwas müde, in Montepulciano an. Nachdem wir unsere WG‘s bezogen hatten, holten einige etwas Schlaf nach, während andere einkauften oder kochten.
Am Nachmittag ging es dann in den Palazzo Ricci, wo wir zunächst eine kleine Führung bekamen. Bei dieser Führung erfuhren wir auch, dass „riccio“ das italienische Wort für Igel ist. Aus diesem Grund sind im ganzen Palazzo Igel abgebildet, dies regte einige von uns dazu an, alle Igel zählen zu wollen.
Unsere Führung durch den Palazzo endete im „Salone“, dem wunderschönen Saal, in dem wir die nächsten Tage proben durften.
Anschließend begann dort unsere erste Probe, die zugegebenermaßen noch etwas von der Müdigkeit der langen Busfahrt geprägt war. Daher war es nicht verwunderlich, als wir am Abend alle früh ins Bett gingen.
Ausgeschlafen und fit starteten wir in den Mittwoch. Entgegen dem Wetterbericht hatten wir schönsten Sonnenschein, der auch unsere folgenden Tage erhellte und unsere Begeisterung für das italienische Eis stärkte. Am Ende unseres Probentages folgte eine Stadtführung. Hier bekamen wir die Möglichkeit, Montepulciano noch genauer kennenzulernen.
Am Donnerstag folgte ein weiterer erfolgreicher Probentag, an dem sich Stimmproben, Tuttiproben und individuelle Übephasen abwechselten. Abends ging es auf Einladung des Leitungsteams und der Dozierenden zu einem gemeinsamen Abendessen in die WG der Dozierenden. Bei Kniffel, Scharade und leckerer Pasta wurde viel gelacht.
Unseren ersten Konzertdurchlauf spielten wir am Freitagmorgen. Nach dem gelungenen Durchlauf fuhren wir mit dem Bus nach Siena, einer Stadt in der Nähe von Montepulciano.
Dort besichtigten wir den Dom zu Siena, der bereits im 13. Jahrhundert erbaut wurde und durch sein Streifenmuster ein Wahrzeichen Sienas ist.
Anschließend erkundeten wir bei einer digitalen Rallye die Stadt. Kurz vor unserer Abfahrt kam schließlich doch noch das angekündigte Gewitter und so wurden wir zum ersten und einzigen Mal während unseres Aufenthaltes in Italien nass.
Als wir am späten Abend zurückkamen, gingen wir früh schlafen, da am nächsten Tag unser Konzert stattfand. Samstag war dann auch schon unsere letzte Probe. Danach hieß es auch schon Koffer packen und Konzertkleidung anziehen.
Um 17 Uhr war es endlich so weit, unser Konzert startete und war ein Erfolg!
Zufrieden ließen wir den Abend bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen und starteten um 22 Uhr wieder in Richtung Deutschland. Am Sonntagmittag, den 27.04. kamen wir dann, die eine mehr, der andere weniger, ausgeschlafen in Düsseldorf an. Es hieß Abschied nehmen, bis wir am 18. August in unsere Sommerarbeitsphase starten werden.
Am Sonntag, den 18. Mai, fand im gut besuchten Konzertsaal im Rhein-Sieg-Forum in Siegburg das „Highlight-Konzert“ mit dem LandesZupfOrchester NRW „fidium concentus“, dem Zupforchester Rheinland-Pfalz und dem Zupforchester der Hochschule für Musik und Tanz Köln (HfMT), Standort Wuppertal, statt.
Das Konzert wurde gleichfalls per Youtube in einer guten Ton-, aber künftig durchaus verbesserungswürdigen Bildqualität übertragen.
Wer sich von dem Titel des Konzerts „Let’s rock the strings“ allerdings ein rockiges und poppiges Konzert versprach, sah seine Erwartungen nicht bestätigt. Ein Titel „Let’s play the strings“ oder ähnlich wäre etwas treffender gewesen für die überwiegend aufgeführten zeitgenössischen Stücke.
Das LandesZupfOrchester NRW „fidium concentus“ unter der Leitung von Christian Wernicke führte zunächst die Sinfonia in C, RV 116 von Antonio Vivaldi in einem Arrangement von Christian Wernicke sowie den Walzer von Moritz Laßmann auf. Diese beiden Stücke spielte das LZO wie in den vergangenen Aufführungen (etwa im April
und Mai 2024) in gewohnt souveräner und solider Art. Ein wenig Abwechslung wäre für die Zuhörer, die die Auftritte des LZO regelmäßig verfolgen, wünschenswert gewesen.
Mit der zeitgenössischen Uraufführung Variaciones sobre el canto de todos von Martín Letelier konnte das LZO bei den verschiedenen romantischen und harmonisch auch gewöhnungsbedürftigen und experimentellen Passagen mit percussiven Elementen, einer starken Dynamik, tollen Rhythmen und interessanten Techniken der Tonbildung (einschließlich Summen und Pusten) überzeugen.
Das ZupfOrchester Rheinland-Pfalz unter der Leitung von José Antonio Zambrano Rivas gab direkt mit dem ersten Stück A Way Home von Valentin Jasper Dicken eine Uraufführung der Extraklasse zum Besten. Das Orchester konnte das Publikum mit der abwechslungsreichen und modernen Komposition des jungen Komponisten komplett vereinnahmen. Sei es mit schwelgenden Melodiebögen in einer romantischen, aber auch modernen Tonsprache, mit einer großartigen und dramaturgischen Dynamik oder mit fulminanten und swingenden Schlagzeugrhythmen. Völlig zu Recht wurde die Uraufführung mit dem stärksten Applaus des ganzen Konzertes belohnt. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Stück trotz seines Schwierigkeitsgrads Eingang in die heimische Orchesterliteratur finden wird.
In dem zweiten Stück des ZupfOrchesters Rheinland-Pfalz – Coqueta von José Antonio Zambrano Rivas – glänzte die Solistin Lotte Nuria Adler sowohl mit klassischen als auch romantischen Passagen in einer gefühlvollen virtuosen und bravourösen Spieltechnik. – Eine wahre Freude für die Zuhörer!
Nach der Pause ging es dann mit dem aus Jolina Beuren (Mandoline), Miguel Mandelli (Gitarre) und Yung-Chun Hung (Harfe) bestehenden Trio der HfMT Köln weiter. Die drei Musiker überzeugten mit dem 2021 von David Lipten komponierten Stück Wiretap, das auf 2-Ton-Akkorden mit parallel gespielten Metren basiert. Obwohl es sich um eine überaus anspruchsvolle Komposition handelte, verstand sich das Trio auf eine exakte und überzeugende Darbietung. Kompliment!
Das Zupforchester der HfMT Köln versetzte das Publikum mit der von Jimmy Kachulis komponierten Uraufführung Whirling Dervish zunächst in ein wundervolles „Orient-Feeling“, insbesondere auch Dank des Einsatzes eines in neueren Kompositionen immer häufiger eingesetzten und in der jüngsten Vergangenheit leider oftmals „vergessenen“ Mandoloncellos. Schön ausgewogen und akzentuiert folgte dann Tango y Baiao von Ivan Božičević.
Das Gesamtorchester – bestehend aus allen Beteiligten und damit rund 60 Musikern (!) – gab zunächst unter der Leitung von Christian Wernicke die Uraufführung A Baker’s Tale von David Jason Snow zum Besten mit einem einheitlichen homogenen ersten Satz sowie mit von Lotte Nuria Adler und Jeanette Mozos del Campo dargebrachten galanten Soloeinlagen im zweiten Satz und einem tänzerischen und lebhaften dritten Satz als Finale.
Bei dem unter der Leitung von José Antonio Zambrano Rivas aufgeführten Schlussstück DanseMacabre von Camille Saint-Saënts in einer Bearbeitung von Christopher Grafschmidt konnte das Gesamtorchester seine geradezu symphonischen Möglichkeiten in einem schwungvollen Walzertempo zur Freude der Zuhörer voll ausschöpfen.
Insgesamt ein tolles Konzert, das sicherlich allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird!
in diesem Bericht geht es um das Zeltlager des Mandolinenorchesters 2024. Wie läuft so etwas ab, was haben wir gemacht, war es lustig und sollte man es weiterempfehlen. All das werde ich euch im folgenden beantworten.
Was ist ein Zeltlager?
Es ist eine Veranstaltung, bei der man sich trifft, um Nachts gemeinsam zelten und tagsüber gemeinsam musizieren zu können.
Wie läuft so ein Zeltlager ab?
Zuerst macht man eine Uhrzeit fest, ab der alle da sein sollten. Danach unternimmt man etwas, was zum Thema des Zeltlagers passt. Das kann z. B. Das gemeinsame Spazieren oder Wandern sein. Oder Innenaktivitäten, wie z. B. Ein Spiele Abend, oder man musiziert gemeinsam. Danach isst man etwas, spielt, musiziert oder macht etwas anderes schönes, baut danach sein Zelt auf, und isst evtl. nochmal gemeinsam etwas.
Nachdem Aufstehen kann man entweder zuerst sein Zelt zusammen räumen, oder man isst vorher etwas. Danach lebt man nochmal das Thema aus, bevor man evtl. ,falls man was geprobt hat, das Geprobte vorstellt.
Was haben wir gemacht?
Unser Zeltlager war ein musizierendes. Wir haben zusammen Musikstücke einstudiert.
Wie lief es ab?
Zuerst sind wir alle angekommen, und haben uns per Rhythmen und Zupfen vorgestellt. Das hat wirklich gut geklappt, und es war auch echt spaßig und witzig. Danach wurden uns die Lieder vorgestellt, die wir in dem darauffolgendem Tag gemeinsam üben würden. Das tolle daran war, das unsere Dozenten sich so gut vorbereitet haben, das sie für jedes Spiellevel genau die richtige Stimme zum hochleveln hatten. Das war super. Und wir sind die Lieder auch alle gemeinsam durchgegangen und durften danach auch noch alleine üben. Was ich auch gut an ihnen fand, war, dass sie immer für Vorschläge und Kritik offen waren.
Intensive Probenarbeit, alle zusammen und in kleinen Gruppen.
Nachdem wir echt viel gespielt hatten, kam der Organisator namens Stefan und brachte uns Mittagessen. Das Essen hat auch sehr gut geschmeckt. Danach, als wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, sind wir rausgegangen. Es gab verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten. Z. B. konnte man auch Federball spielen. Irgendwann hat einer von uns angefangen, sein Zelt aufzubauen. Die anderen haben es demjenigen gleich getan. Als alle Zelte standen, haben wir wieder weiter gespielt, bis dann das Abendessen kam. Das Vorbildliche beim Essen war, das es sogar Vegetarier berücksichtigte. Das Abendessen bestand aus Gegrilltem und Zubehör. Es gab Hähnchenbrustfilet, Schweinefleisch und Vegane Würste. Als Zubehör gab es da Buguette mit Kräuterbutter. Wir haben auch Champignons gefüllt mit Kräuterfrischkäse, so wie Paprika und Zucchini auf den Grill getan. Und die Pilze und das Gemüse wurden beides von den Dozenten Laura und Cedric zubereitet.
Es gab auch leckeres Trinken, wie z. B. Fanta. Aber auch für die nicht so Zucker liebenden gab es stilles Wasser.
Lustig war, dass Stefan und die anderen zuerst nicht den richtigen Grill fanden, und deswegen einen sehr viel langsameren nehmen mussten. Am Ende ist der schnelle dann aber doch aufgetaucht. Bevor das aber geschah, sind noch ein paar Freunde und Familie von Stefan aufgetaucht. Die waren genauso freundlich und lustig wie Stefan selber.
Merkwürdig war, dass wir, die Kinder, schon um Neun ins Bett gehen wollten. Eigentlich waren noch so Spiele wie Werwolf geplant gewesen. Es war eben so lustig und abwechslungsreich, dass wir gar nicht gemerkt haben, wie müde wir schon waren.
Aber nichts desto trotz war es ein erfolgreicher Tag gewesen. Und wir haben eine Menge geschafft. Wir sind nämlich mit allen Liedern, die Laura und Cedric geplant haben, auch tatsächlich durchgekommen.
Frühstücksbuffet im Freien und Morgengymnastik, um in den Tag zu starten.
Am nächsten Morgen haben wir erst mal die Zelte abgebaut, und dann Gefrühstückt. Und ich muss sagen, dass das Frühstück vorzüglich war! Es gab eine Menge verschiedener Sachen zur Auswahl, wie zum Beispiel Weiße Brötchen, Honig, Butter, Wurst und Schokolade. Echt lecker!
Nach dem Essen haben wir noch einmal geübt, sind rausgegangen, haben dann die Generalprobe vollzogen und zum Schluss auf unsere Eltern gewartet.
Wie waren die anderen Kinder?
Was mir noch sehr gut gefallen hat, ist das nur Kinder da waren, die auch wirklich Spaß am Spielen hatten, mitmachen wollten und nicht einfach nur stören wollten.
Neue Freunde mit dem gleichen Hobby?!
Wie hat euer Vorgestelltes den Familien gefallen?
Wir haben sehr viel Applaus bekommen, und z. B. Meine Familie hat gesagt, das es sehr schön gewesen sei. Also ich denke mal gut.
Das Vorspiel am Sonntag.
Würdest du das Zeltlager weiterempfehlen?
Und ob! Auf jeden Fall. Ich möchte sogar nächstes Jahr nochmal dorthin! Und ich empfehle es jedem weiter!
Was hat dir am besten gefallen?
Mir hat am besten gefallen, das sich alle die ganze Zeit so viel Mühe gegeben haben. Das ist nicht selbstverständlich.
Was sind deine Abschießenden Worte?
Wenn ihr auch ein Instrument spielt, geht da unbedingt hin. Ihr werdet es nicht bereuen!
Anm. d. Red.: Vielen vielen Dank für den supertollen Bericht, Maria! Klasse gemacht!
Der BDZ-Landesverband NRW veranstaltete vom 5.8. – 12.8.2013 in Herzogenrath sein „Forum NRW 2013 für Mandoline und Gitarre“. Das Projekt wurde vom Landesmusikrat NRW aus Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW gefördert und im Nell-Breuning-Haus durchgeführt.
Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Marga Wilden-Hüsgen und den Dozenten Daniel Ahlert, Natalia Marashova, Katsia Prakopchyk, Leoniek Hermans und Marlo Strauß wurde in dieser Woche ein attraktives Programm mit Workshops, Ensemblespiel, Vorträgen und Konzerten geboten.
Die Vielfalt der angebotenen Inhalte bot ein breit gestreutes Spektrum, welches für Musiker aller Altersstufen vom Einsteiger bis zum angehenden Musikstudenten und erfahrenen Orchesterspieler von großem Interesse war. Die erfreulich hohe Teilnehmerzahl von 36 Spielern aus allen Teilen NRWs bestätigte dies Konzept.
Ensemblespiel
Die Arbeit im Orchester in Theorie und Praxis stand auch diesmal an erster Stelle. Neben der Kammermusik mit Mandoline und Gitarre stand auch das Spiel im Kurs-Barockensemble mit Barockmandoline, Barockgitarre und Laute auf dem Plan. Ein Highlight für alle Teilnehmer war das abendliche gemeinsame Spiel im großen Kursorchester mit dem Werk „Kirchenmusik“ von Fritz Pilsl.
Forum Literatur
Hier hörte man neue Unterrichts- und Spielliteratur, Neue Schulwerke, Werke für Kinder- und Jugendensemble vorgetragen von den Dozenten. Musikhören und CD-Vorstellungen
Didaktik: Grundlagen für Vereinsausbilder. Information über neue Strömungen für jugendspezifische Angebote.
Spieltechnik: Instrumentaltechniken im Wandel der Epochen. Praktische instrumental- technische Studien in den beliebten morgendlichen „Technikgruppen“. Abendkonzerte: In den Abendkonzerten präsentierten die Teilnehmer ihre eingeübten Werke und konnten hier Vorspielerfahrung sammeln und in der herzlichen, freundlichen Atmosphäre ihr Lampenfieber beim Applaus der Zuhörer getrost vergessen…